Hilfen in Zeiten von Corona

Um die Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen, wurde das öffentliche Leben stark eingeschränkt. Viele Leute brauchen jetzt Hilfen zur Bewältigung des täglichen Lebens – auch im Flughafenkiez. Wo bekommt man Unterstützung? Wie kann man Hilfe anbieten?

Um die Corona-Pandemie zu verlangsamen, wird dringend dazu geraten, persönliche Kontakte zu anderen Menschen zu vermeiden und die Wohnung nur für Lebensmitteleinkäufe und den Weg zur Arbeit zu verlassen. Dabei sollte man Abstand zu den Mitmenschen halten und die Hygieneregeln einhalten. Besonders gefährdet sind Ältere und Menschen mit Vorerkrankungen. Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Umgang mit dem Coronavirus gibt das Bundesgesundheitsministerium unter https://www.zusammengegencorona.de/

Nachbarn helfen Nachbarn

Auf dem Messenger-Dienst Telegram hat sich die Gruppe „Neukölln Solidarisch – Gemeinsam gegen Corona“ gebildet. Wer alt oder krank ist und Hilfe beim Einkaufen braucht, wer sich in Quarantäne befindet, wer eine Kinderbetreuung benötigt oder auch nur jemanden zum Reden braucht, kann sich hier melden. Wer Hilfe anbieten will, kann sich hier ebenfalls eintragen. So kommen Hilfesuchende und Helfende zusammen. Wichtig ist dabei, dass man nur einem Haushalt hilft, der zudem möglichst nah an der eigenen Wohnung ist. So wird vermieden, dass sich das Virus im schlimmsten Fall auf viele weitere Menschen überträgt. Es haben sich bereits über 2000 Menschen gemeldet.

https://t.me/joinchat/JI6BoBgx71OTmdhcU2GSow

Es gibt auch eine Untergruppe „Flughafenkiez COVID-19 Support“ mit 142 Mitgliedern (Stand 19. März).

https://t.me/flughafenkiez

Hier finden sich Links zu anderen Kiezgruppen der Solidarischen Nachbarschaftshilfe:

https://listling.org/lists/pwfjfkpjmesjjinm/solidarische-nachbarschaftshilfe

Auch der Moscheeverein NBS bietet unter dem Namen „Muslim*innen helfen“ eine Neuköllner Nachbarschaftshilfe an. Wer zur Riskogruppe gehört und Hilfe benötigt, kann sich unter der Rufnummer 0157 / 34 15 26 30 melden oder sich per E-Mail an events@nbs-ev.de wenden.

Selbstverständlich kann man auch ohne Internet und Smartphone vor Ort Hilfe suchen und anbieten. Das geht am besten mit Aushängen im Hausflur.

Aktuelle Informationen von Senat und Bezirksamt

Alle berlinweiten Informationen zu den Einschränkungen wegen Corona hat die Senatskanzlei auf der Internetseite https://www.berlin.de/corona/ zusammengefasst. Wer befürchtet, sich angesteckt zu haben, kann sich täglich zwischen 8 und 20 Uhr bei der Hotline der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung beraten lassen: Tel. (030) 9028-2828.

Auch die Angebote der Bezirksverwaltung sind stark eingeschränkt. Schulen, Kitas, Jugendeinrichtungen, Bibliotheken, Kultureinrichtungen und Sportanlagen sind geschlossen. Das Bezirksamt Neukölln aktualisiert ständig die Informationen, welche Ämter und Einrichtungen noch geöffnet sind und welche Dienste auf welchem Wege noch zur Verfügung stehen.

https://www.berlin.de/ba-neukoelln/aktuelles/bezirksticker/sars-cov-2-aktuelle-entwicklungen-in-neukoelln-906375.php?fbclid=IwAR0p8Z4pgLdpI347j-cQWhvJavFeNH0gkDsg9aR8jL_cGatphSoG_dIhFSY

Unterstützung für Gewerbetreibende

Die wirtschaftlichen Folgen sind noch kaum absehbar. Viele Gewerbetreibende stehen vor großen Schwierigkeiten, weil ihnen Aufträge wegbrechen oder weil sie ihren Laden schließen müssen. Das BIWAQ-Projekt „Unternehmen Neukölln“ gibt Gewerbetreibenden Tipps, wie man die Stundung der Steuern beantragt oder Kurzarbeit anzeigt. Kontakt: Tel. (030) 206 07 39 13, E-Mail: rathfelder@mpr-unternehmensberatung.de

Über die arbeitsrechtlichen Fragen für Angestellte informiert das Bundesministerium für Arbeit und Soziales:

https://www.bmas.de/DE/Presse/Meldungen/2020/corona-virus-arbeitsrechtliche-auswirkungen.html?nn=67370