Bildung, Ausbildung und Jugend

Bildung ist Programm der Stadtteilentwicklung

Die Verbesserung der Bildungschancen der Gebietsbewohner*innenschaft, insbesondere der Kinder und Jugendlichen, sind für die Zukunftsperspektiven des Stadtteils von ausschlaggebender Bedeutung. Neben sprachlichen und fachlichen Kompetenzen bedarf es der Förderung sozialer Kompetenzen, denn diese sind für einen respektvollen Umgang in Schule, Elternhaus und Stadtteil unerlässlich.

Ohne Mitstreiter*innen kann das Quartiersmanagement die Bildungschancen im Stadtteil Flughafenstraße jedoch nicht verbessern. Erfolgsgarant ist eine enge und partnerschaftliche Zusammenarbeit von Kitas, Schulen, Elternhaus, ehrenamtlichen Vereinen sowie weiterer Einrichtungen des Bezirks und freier Träger der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe.

Bildungsprogramme in den Kitas

In Kitas wird der Grundstein für die spätere Bildungslaufbahn gelegt. Das Gebiet Flughafenstraße verfügt über drei Standorte: die Kita Forum Soziale Dienste in der Reuterstraße, die Kita Lach und Krach in der Erlanger Straße und die Kita Hobi in der Mainzer Straße. Die Kita in der Wissmannstraße 33 liegt zwar knapp außerhalb des QM-Gebiets, versorgt jedoch die Bewohner*innen mit weiteren Kita-Plätzen, die im Flughafenkiez Mangelware sind. Auch das mangelnde Freiflächenangebot der überwiegend im Erdgeschoss situierten Kitas stellt ein Problem dar. Mit Unterstützung des QMs konnten bereits einige Projekte zur Verbesserung der Angebote und Ausstattung in den Kitas finanziert werden: Unter anderem wurden Bewegungsgeräte zur Unterstützung der sensorischen Integration in der Kita Forum Soziale Dienste angeschafft und die Ausstattung der Räume für die unter Dreijährigen in der Kita Wissmannstraße verbessert

Bewegung und Kommunikation an der Hermann Boddin Schule

Gegenwärtig besuchen ca. 350 Schüler´*innen die Hermann Boddin Schule, davon mehr als 90% mit nicht-deutscher Herkunftssprache. Lehrer*innenkollegium, Elternschaft und Schüler*innen arbeiten gemeinsam am Schulprogramm in dessen Mittelpunkt die Förderung von Bewegung und Kommunikation im Schulalltag steht. Im Rahmen des Programms Soziale Stadt wurde im Jahr 2005 mit der gezielten Unterstützung der Schule bei der Ausstattung mit Spiel- und Sportgeräten, Musikinstrumenten sowie Sprachfördermaterialien einschließlich des Einsatzes neuer Medien ein Anfang gemacht. Der Neubau und der Umbau des Schulhofes für den gebundenen Ganztagsbetrieb an der Hermann-Boddin-Schule eröffnen zusätzliche Perspektiven, Schüler*innen individueller und intensiver in ihrer schulischen und persönlichen Entwicklung zu fördern.

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Stadtteildialog an der Evangelischen Schule Neukölln

Eine Besonderheit der Schullandschaft im Gebiet Flughafenstraße stellt die Evangelische Schule Neukölln dar, die nicht nur von Kindern und Jugendlichen aus Neukölln, sondern auch aus anderen Stadtbezirken Berlins besucht wird. Die Schule hat sich im Rahmen der Gebietsentwicklung sowohl als Partnerin für die Attraktivitätssteigerung der Spiel- und Freiflächen am Sasarsteig und um den Käpt'n Blaubär Spielplatz als auch beim Dialog zwischen den verschiedenen Religionen im Stadtteil (Christentum, Islam, Hinduismus, Buddhismus, Judentum) erwiesen. 

Albert-Schweitzer-Gymnasium als Vorreiter für Ganztagsmodelle an Gymnasien

Das Albert-Schweitzer-Gymnasium (ASS) besuchen ca. 650 Schüler*innen, davon ca. 90% aus Familien, die in der ersten bzw. zweiten Generation aus der Türkei, aber auch aus Osteuropa und asiatischen Ländern stammen. Das Gymnasium hat für den Stadtteil eine doppelte Bedeutung, zum einen führt es Jugendliche aus dem Stadtteil bis zur Hochschulreife und eröffnet ihnen entsprechend positive Berufsperspektiven, zum anderen wird die Infrastruktur in Form von Sporthallen, Unterrichtsräumen und Aula von Sportvereinen, Volkshochschule und weiteren Partner*innen aus dem Kulturbereich genutzt und erweitert so das Freizeitangebot und öffentliche Leben im Stadtteil.

Mit Unterstützung zahlreicher Partner*innen aus der Zivilgesellschaft (TDZ) sowie Verwaltung und Politik auf Bezirks- und Landesebene ist es gelungen, die auf eine Schließung hinführende Entwicklung der Albert-Schweitzer-Schule umzukehren und mit dem ersten Ganztagsgymnasium Berlins einen Leuchtturm der Neuköllner Bildungslandschaft zu schaffen.

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Sprachförderung und Erwachsenenbildung in der Bibliothek und an der Volkshochschule

Wichtige Standorte für die Erwachsenenbildung im Stadtteil Flughafenstraße sind die Helene-Nathan-Bibliothek und die Otto-Suhr-Volkshochschule. Insbesondere die Volkshochschule ist stark engagiert bei der Veranstaltung von Deutschkursen für Migrant*innen und in der Vermittlung von Zusatzqualifikationen für den Arbeitsmarkt. 

Die Helene-Nathan-Bibliothek ist die Zentralbibliothek des Bezirks Neukölln und verfügt über ein entsprechend umfangreiches Angebot an Büchern, Zeitschriften und elektronischen Medien für die Gebietsbewohner*innenschaft. Von besonderer Bedeutung für die Zusammenarbeit von Kita, Schule und Bezirkseinrichtungen im Bildungsbereich ist die Kinderbibliothek, die nicht nur Möglichkeiten zur Hausaufgabenbetreuung bietet, sondern mit dem Sprachförderprogramm „Stark mit Sprache“ (SMS) ein ergänzendes Angebot für den Vorschulbereich und die Eingangsstufen entwickelt, das vor allem Kinder aus bildungsbenachteiligten Familien unterstützt.