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  • Foto: QM Flughafenstraße

Quartiersbüro

Das Quartiersmanagement Flughafenstraße

Das Quartiersbüro in der Erlanger Straße 13 ist der Arbeitsort  des Quartiersmanagements Flughafenstraße im Gebiet. Das Vor-Ort-Büro des Quartiersmanagements (kurz: QM) ist Anlaufstelle für alle, die in Bezug auf das Zusammenleben im Kiez Ideen oder Anregungen haben. Das QM-Team versucht, gemeinsam mit möglichst vielen Beteiligten Verbesserungen für den Stadtteil auf den Weg zu bringen.

Das Stadtviertel zwischen Karl-Marx-Straße, Hermannstraße und dem ehemaligen Kindl-Brauerei-Gelände ist seit 2005 eines von 34 Berliner Quartiersmanagementgebieten. Seit 1999 setzt der Berliner Senat Quartiersmanagements ein, um sozialstrukturell benachteiligten Stadtteilen professionelle Hilfe zur Selbsthilfe zu bieten. Das vom Bund und den Bundesländern getragene Förderprogramm „Soziale Stadt“ kommt hier zum Einsatz und wird wesentlich durch Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) ergänzt.

Aufgabe des Quartiersmanagements ist es, bereits bestehende Aktivitäten und Initiativen im Kiez zu bündeln und im Gespräch mit Bewohner*innen, Gewerbetreibenden, Hauseigentümer*innen sowie mit der Lokalpolitik und Verwaltung herauszufinden, was dem Gebiet noch fehlt. Die Umsetzung neuer Ideen unterstützt das Quartiersmanagement, indem es Partner*innen ins Boot holt und Finanzierungsmöglichkeiten aufspürt.

Das Quartiersmangement Flughafenstraße arbeitet im Auftrag der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt und des Bezirksamtes Neukölln. Träger ist die Öffnet externen Link in neuem FensterStadtkümmerei, Gesellschaft für integrierte Stadtentwicklung mbH. Das Quartiersbüro im Erdgeschoss der Erlanger Straße 13 wurde im Herbst 2005 bezogen.

Quartiersmanagement Flughafenstraße
Erlanger Straße 13
12053 Berlin

Tel.: (030) 62 90 43 62
Fax: (030) 62 90 46 02
E-Mail:  info(at)qm-flughafenstrasse.de
Internet:  www.qm-flughafenstrasse.de 

Öffnungszeiten:
Mo-Do 10.00-13.00 Uhr und 14.00-18.00 Uhr
Fr 10.00-14.00 Uhr


Der Quartiersrat

Der Quartiersrat ist sozusagen das Expert*innengremium und das ehrenamtliche Parlament des Flughafenkiezes. Die Bewohner*innen und die Menschen, die im Kiez arbeiten und sich engagieren, wissen am besten, was zur Verbesserung der Situation im Quartier konkret erforderlich ist und wie die Fördermittel zielgerichtet eingesetzt werden sollen. Der Quartiersrat bewertet Projektideen und entscheidet gemeinsam mit der Verwaltung, wo Fördermittel eingesetzt werden. Ohne die Zustimmung des Gremiums wird kein Projekt aus dem Programm „Soziale Stadt“ gefördert. Der Quartiersrat kann auch eigene Projektvorschläge entwickeln und Einfluss darauf nehmen, worauf das Quartiersmanagement den Schwerpunkt seiner Arbeit legen soll.

Der Quartiersrat Flughafenstraße besteht aus 27 stimmberechtigten Mitgliedern. Er setzt sich aus zwei Gruppen zusammen:

  • der Gruppe der Bewohner*innen (18 Mitglieder)
  • der Gruppe der Vertreter*innen von Schulen, Migrant*innenvereinen, Jugendarbeit, Stadtteilkultur und lokaler Wirtschaft (9 Mitglieder)


Damit ist gewährleistet, dass die Bewohner*innen immer die Mehrheit haben und somit nichts entschieden werden kann, was unter den Gebietsbewohner*innen auf einhellige Ablehnung stieße. Im Quartiersrat sind alle Gruppen vertreten: Frauen und Männer, Alte und Junge, Migrant*innen und Deutsche. In der Praxis gibt es zwischen den Gruppen keine Gräben, und die meisten Entscheidungen fallen mit eindeutigen Mehrheiten oder sogar einstimmig.
Der Quartiersrat tagt mindestens fünfmal im Jahr an wechselnden Orten im Flughafenkiez. Die Sitzungen sind öffentlich. Interessierte Gäste sind immer sehr willkommen.

Gesucht sind auch engagierte Menschen aus dem Flughafenkiez, die sich im Quartiersrat aktiv einbringen wollen, denn hin und wieder müssen Quartiersratsmitglieder ihren Sitz aufgeben, etwa weil sie wegziehen. Daher müssen in bestimmten Abständen Nachrücker*innen gewählt werden. Wer sich dafür interessiert, sollte sich im Quartiersbüro melden.

Die nächsten Sitzungen des Quartiersrates finden Sie  Öffnet internen Link im aktuellen Fensterhier.

Die Aktionsfonds-Jury

Im Quartiersbüro tagt am Ende eines jeden Monats (außer Juli, August und Dezember) die Aktionsfonds-Jury. Sie entscheidet über die Vergabe von 10.000 Euro, die jährlich für kleine, einmalige Kiezaktionen im Flughafenkiez zur Verfügung stehen. Die eigens für diesen Zweck gebildete Jury besteht mehrheitlich aus Bewohner*innen des Kiezes. Außerdem gehören Vertreter*innen von Vereinen und Institutionen aus dem Stadtteil zu den Entscheider*innen.
Bewilligt werden können alle ehrenamtlichen Aktionen, die der Nachbarschaft nützen, die Leute zum Mitmachen bewegen oder die Stadtkultur beleben. Jedes Vorhaben kann einen Sachkostenzuschuss bis zu 1.500 Euro erhalten.

Um solche Kleinstprojekte möglichst schnell auf den Weg zu bringen, entscheidet die Jury unbürokratisch und kurzfristig. In der Regel tagt sie am letzten Mittwoch des Monats. Am Montag davor müssen die Anträge im Quartiersbüro eingegangen sein.

Die nächsten Abgabefristen finden Sie  Öffnet internen Link im aktuellen Fensterhier.

Die Mietrechtsberatung

Jeden Mittwoch zwischen 16:00 und 19:00 Uhr können Sie sich kostenlos durch einen Rechtsanwalt zu verschiedenen mietrechtlichen Themen beraten lassen.

Der angespannte Wohnungsmarkt mit stark steigenden Mieten hat auch Neukölln erreicht. Viele Kiezbewohner*innen müssen sich Sorgen machen, ob sie ihre Wohnung künftig noch bezahlen können. Das Angebot der Mieterberatung wurde deshalb von Anfang an stark genutzt. Im ersten halben Jahr konnte das Quartiersmanagement die Beratung noch aus dem Quartiersfonds bezahlen. Von 2013 bis 2016 stellte Mietrechtsanwalt Jan Becker sein Wissen und seine Erfahrung ehrenamtlich zur Verfügung. Das Angebot war daher für jeden offen und kostenlos.

Seit Anfang 2017 findet eine bezirkliche offene Mieterberatung für das Erhaltungsgebiet „Flughafenstraße/Donaustraße“ Bereich A statt. Diese ist als Erstberatung konzipiert, die konkrete Hilfestellungen bei Anliegen geben und helfen soll, die rechtlichen Rahmenbedingungen einzuschätzen. Ziel ist eine ausgewogene Aufklärung, die sich nicht einseitig auf die Interessen der Eigentümer*innen oder Mieter*innen beschränkt. Konflikte die aufgrund falscher Erwartungen entstehen könnten, sollen verhindert bzw. entschärft werden. Die mietrechtliche Beratung findet im Quartiersbüro, Erlanger Straße 13, statt.

Die nächsten Termine finden Sie  Öffnet internen Link im aktuellen Fensterhier 

Informationen und Ausstellungen zur Gebietsentwicklung

Das Quartiersbüro ist auch eine Informationszentrale. Während der Öffnungszeiten kann man sich hier mit Broschüren und Informationsmaterial zu vielen Fragen der Gebietsentwicklung versorgen. Erhältlich sind nicht nur Veröffentlichungen des Quartiersmanagements wie etwa der Bildungswegweiser des Flughafenkiezes und vergangene Ausgaben der Stadtteilinformationsblätter "flugblätter". Auch Materialien von durchgeführten Soziale-Stadt-Projekten sind hier zu haben, zum Beispiel die Broschüre zum Umweltbildungsprojekt des Multikulturellen Nachbarschaftsgartens oder das Entdecker*innenheft „Rallye durch die Hasenheide“. Darüber hinaus gibt es Veranstaltungshinweise der Kultureinrichtungen im Kiez und im Bezirk sowie allgemeine Informationen zum Quartiersmanagement.

In unregelmäßigen Abständen zeigt das Quartiersbüro auch Ausstellungen zu Bauvorhaben und Umgestaltungen im Stadtteil. So wurden schon Studierendenntwürfe und -modelle für eine Wohnbebauung der Ecke Flughafen-/Hermannstraße, das Modell für ein Quartiersbildungszentrum in der Reuterstraße und Ideen von Schülern der Hermann-Boddin-Schule für die Neugestaltung ihres Schulhofes ausgestellt. Pläne für aktuelle Vorhaben im Kiez, zum Beispiel für die Umgestaltung des Boddin-Spielplatzes, können im Quartiersbüro zu den Öffnungszeiten eingesehen werden.