• Foto: Sabine Münch

Der Quartiersrat des Flughafenkiez

Mitgestalten und mitbestimmen

Alltagsexperten als Kiezvertreter
Der Quartiersrat


Das Quartiersmanagement wäre nichts ohne die Beteiligung der Bewohnerinnen und Bewohner.

Die Leute, die im Kiez leben, arbeiten und sich engagieren, wissen am besten, was der Stadt- teil konkret braucht und wie man den Kiez voranbringt.
Der Quartiersrat ist das Expertengremium und das ehrenamtliche Parlament des Flughafenkiezes.

Er entscheidet gemeinsam mit der Verwaltung, wo Fördermittel eingesetzt werden. Was ist wichtiger: ein Streetworker-Einsatz auf dem Käpt'n-Blaubär-Spielplatz oder ein Schultheater-Workshop? Soll die Kiezolympiade oder die Boddinale finanziell unterstützt werden? Oder beides? Über solche Fragen entscheidet der Quartiersrat.

Ohne seine Zustimmung wird kein Projekt aus dem Programm Soziale Stadt gefördert.

Bunt wie der Flughafenkiez
Wer macht mit?


Der Quartiersrat besteht aus 27 stimmberechtigten Mitgliedern, davon sind 18 Bewohnerinnen und Bewohner sowie neun Vertreter von Schulen, Migrantenvereinen, Jugendarbeit, Stadtteilkultur und lokaler Wirtschaft. Damit ist gewährleistet, dass die Bewohner immer die Mehrheit haben und somit nichts ohne ihre Zustimmung entschieden werden kann.

Im Quartiersrat sind alle vertreten: Frauen und Männer, Alte und Junge, Migranten und Deutsche. In der Praxis gibt es zwischen ihnen keine Gräben, und die meisten Entscheidungen fallen mit eindeutigen Mehrheiten oder sogar einstimmig.

Der Quartiersrat hat vier Sprecherrinnen und Sprecher gewählt: Nermin Çelik, Mehmet Ekşi, Christian Hoffmann und Agata Kloc.

Zusammen ist man stärker
Mitmischen!


So vielfältig wie die Zusammensetzung des Quartiersrats sind auch die Gründe, warum sich die Quartiersräte engagieren. Man lernt seine Nachbarn kennen, kann sich mit ihnen austau- schen, Probleme ansprechen und den Kiez mitgestalten.

Wenn nicht du, wer dann?
Neugierig geworden?


Der Quartiersrat tagt mindestens fünfmal im Jahr an wechselnden Orten im Flughafenkiez.

Die Termine sind unter Öffnet internen Link im aktuellen Fensterwww.qm-flughafenstrasse.de zu finden. Die Sitzungen sind öffentlich. Wer zuhören und mitdiskutieren möchte, ist immer herzlich willkommen.

Kleine Projekte mit großer Wirkung
Die Aktionsfondsjury


Über die Vergabe der Aktionsfonds-Gelder entscheidet eine eigene Jury, die zehn Mal im Jahr tagt, um kleine Kiezprojekte schnell auf den Weg zu bringen. Zu vergeben waren von 2007 bis 2012 jedes Jahr 15 000 Euro, seit 2013 jährlich 10 000 Euro. Die Jury besteht aus fünf stimmberechtigten Mitgliedern und zwei Stellvertretern. Sie hat über die Jahre insgesamt 120 000 Euro vergeben und damit 195 kleine Projekte und Anschaffungen unterstützt. Jedes der Mikroprojekte bekommt höchstens 1500 Euro.
Die Ideen sind sehr vielfältig. Unter den zwölf Projekten des Jahres 2015 waren zum Beispiel eine Malaktion im Blueberry Inn, Führungen beim Kunstfestival 48 Stunden Neukölln, eine Neuauflage des Entdeckerheftes „Rallye durch die Hasenheide“, die Jugendarbeit der Basketballabteilung des TuS Neukölln, Ausflüge der Willkommensklasse an der Hermann-Boddin-Schule sowie eine Spiegel- wand für deren Deutsch-Lernwerkstatt, Lernmaterial für die Kita Forum Soziale Dienste in der Reuterstraße und der Kauf von Hundekottüten, damit die Tütenspender im Kiez von ihren ehrenamtlichen Paten regelmäßig aufgefüllt werden können.