• Foto: Sabine Münch

Der Boddinplatz und sein Spielplatz

Wie es Euch gefällt- Plätze für die Nutzerinnen und Nutzer

Grünes Einzelstück
Boddinplatz

Als der Boddinplatz um 1903 angelegt wurde, war er die einzige öffentliche Grünfläche weit und breit. Wie in der Kaiserzeit üblich, war der Boddinplatz ein reiner Schmuckplatz mit Rasenfläche, Blumenrabatten und Parkbänken.
Der Platz wurde schon immer sehr strapaziert. Wenige Jahre nach der letzten Erneuerung Ende der 1990er Jahre machte der Boddinplatz schon wieder einen sehr abgenutzten Eindruck.

Für eine Runderneuerung gab der Quartiersrat des Flughafenkiezes im Jahr 2009 insgesamt 50.000 Euro aus dem Quartiersfonds frei. Bei der
Planung wurden die Bürger mit einbe zogen und ihre Ideen bei der Umgestaltung im Jahr 2011 aufgegriffen. Vier Sportgeräte und ein Schachtisch kamen auf den Platz. Außerdem wurde der Rasen mit einem niedrigen Zäunchen eingefasst und der quer über den Platz laufende Trampelpfad befestigt.

Rückblickend hält Quartiersrat Christian Hoffmann den Umbau für gelungen: „Man sieht, dass das angenommen wird.“

Wegen des großen Andrangs erneuert
Boddinspielplatz

Der Boddinplatz lag ursprünglich beiderseits der Mainzer Straße. 
Der Spielplatz auf dem kleineren Teil westlich der Straße wird inoffiziell Boddinspielplatz genannt. Er ist einer von nur zwei öffentlichen Spielplätzen im Flughafenkiez und wird entsprechend stark genutzt. Auch Kitagruppen besuchen den Boddinspiel- platz regelmäßig: Die Kitas „Forum Soziale Dienste“ und „Lach & Krach“, die Tagesgroßpflegestelle „7 Zwerge“ sowie die neue Kita des Vereins „Früchte der Kulturen“ haben nur kleine oder überhaupt keine eigenen Freiflächen und kommen deshalb zum Spielen auf den Platz. Seit Sommer 2014 ist auch das Spielmobil des Bezirksamts regelmäßig vor Ort.
Bei solch einem Andrang ist klar, dass ab und zu mal etwas erneuert werden muss. Auf Anregung einer Anwoh- nerin bekam der Boddinspielplatz schon 2008 drei neue Spielgeräte. Weil der Spielplatz aber insgesamt in die Jahre gekommen ist, entschied man sich zu einem Komplettumbau für rund 350.000 Euro. Im Juli 2015 begannen die Arbeiten. Nach den Wünschen der Kinder und Jugendlichen wird in der Mitte der Sand-
fläche ein neues großes Spielgerät zum Klettern und Rutschen aufgestellt. Daneben entstehen ein Wasserlauf mit Matschecke, neue Schaukeln, eine Kletterwand, Balancierseile, Wackelscheiben und Tischtennisplatten. Die feierliche Einweihung des Spielplatzes findet im Frühjahr 2016 statt. Anschließend wird noch zwischen dem Spielplatz und dem Boddinplatz eine bessere Fußgängerquerung über die Mainzer Straße gebaut.

Schlendern, schauen, shoppen, schlemmen
Trödelmarkt

Ein voller Erfolg war der Anwohner-Trödelmarkt, der erstmals im Oktober 2014 auf dem Boddinplatz stattfand. Dabei geht es nicht nur ums Kaufen und Verkaufen, sondern auch um das Kennenlernen der Nachbarn.

Kommerzielle Händler blieben außen vor. Bei den 40 Ständen kamen Kleidung, Bücher, Spielzeug und Hausrat nur aus privaten Kellern und Schränken auf den Tisch. Dazu boten Vereine und Initiativen aus dem Kiez Leckereien an. Der Anstoß kam von Anwohnerinnen, die aus dem Quartiersfonds eine kleine Unter- stützung erhielten.

Eigentlich sollte der Flohmarkt nur eine einmalige Aktion sein. Doch der Zuspruch der rund 1.500 Besucherinnen und besucher war so groß, dass im Mai und im September 2015 zwei weitere Markttage stattfanden. Die Initiatorin Franziska Schopper will die ehrenamtliche Organisationsarbeit jedoch aus Zeitgründen abgeben.


Wenn sich ein Nachfolger findet, steht einer Wiederholung im Jahr 2016 nichts entgegen.

Einladung zu Wissen und Bildung
Haus der Volksbildung


Wichtigster Anrainer des Boddinplatzes ist das Haus der Volksbildung in der Boddinstraße 34. Das ehema- lige Schulgebäude beherbergt seit 1986 die Volkshochschule Neukölln, die Musikschule Paul Hindemith sowie einzelne Ämter der Bezirksverwaltung für Bildung, Schule, Kultur und Sport.
Um das Gebäude als Bildungshaus einladender zu gestalten, wurden ab 2013 der Eingang und das Foyer umgebaut. Auch der Vorplatz bekam nach den Wünschen der Besucher und Beschäftigten ein freundlicheres Gesicht: Auf dem verbreiterten Gehweg gibt es nun Sitzbänke und acht Fahrradbügel. Maßgeblich mitgearbeitet an der Erstellung der Sitzbänke haben die Schülerinnen und Schüler der benachbarten Boddin-Grundschule.