Streetwork für Nord-Neukölln schafft Perspektiven gegen Gewalt

Seit einigen Jahren gibt es vermehrt Probleme mit gewalttätig auftretenden Jugendgruppen in und rund um den Flughafenkiez. Ein im Juni 2016 gestartetes Projekt will kriminellen Karrieren entgegenwirken und gleichzeitig den öffentlichen Raum für die Anwohner*innen sicherer machen.

Im Kern handelt es sich um 40 bis 60 Jugendliche, die immer wieder durch Pöbeleien, Messerstechereien und sexuelle Übergriffe auffallen. Sie sind mobil und bewegen sich zwischen den öffentlichen Plätzen in Nord-Neukölln hin und her. Das neue Streetwork-Projekt arbeitet daher kiezübergreifend. Für die verschiedenen Interventionsgebiete wurden Teams gebildet, die sich untereinander abstimmen und möglichst viele Akteure mit ins Boot holen sollen, etwa Schulen, Jugendamt, Polizei und Jugendeinrichtungen. „Unsere Aufgabe ist es, gemeinsam mit den Jugendlichen Perspektiven zu entwickeln “, erklärt Gerhard Wahl von Outreach, dem Träger des Projekts. Zusammen mit seinem Kollegen Nihat Karatoprak ist er für das Gebiet rund um den Käpt’n-Blaubär-Spielplatz zuständig. Es gehe darum, den Jugendlichen bei Problemen konkrete Unterstützung anzubieten – ganz ohne pädagogischen Zeigefinger.  Es sei eine Mischung aus Perspektivlosigkeit und Alltagslangeweile, die dazu führe, dass die Jugendlichen Unfug treiben, sagen die beiden Streetworker: „Wir bieten den Jugendlichen Möglichkeiten der Freizeitgestaltung an und versuchen sie, in unserer Einrichtung in der Hobrechtstraße 83 zu integrieren“.

Das Projekt „Perspektiven für Jugend und Nachbarschaft“ wird über den Netzwerkfonds finanziert und läuft noch bis Ende 2018.

 

Outreach – Mobile Jugendarbeit

Gerhard WahlTelefon 0152-29 02 19 84

g.wahlsozkult.de

 

Nihat Karatoprak

Telefon 0177-33 99 532

n.karatopraksozkult.de