Fahrplan für den Flughafenkiez

In den kommenden Monaten entwickelt der Flughafenkiez einen neuen Fahrplan für die nächsten Jahre. Das Quartiersmanagement bringt das „Integrierte Handlungs- und Entwicklungskonzept“, kurz IHEK, auf den neuesten Stand. Die Bewohner*innen können mitbestimmen, was im Kiez passieren soll.

Das IHEK ist der wichtigste Leitfaden für die Quartiersentwicklung. In diesem Konzept sollte alles drinstehen, was den Kiezbewohner*innen wichtig ist. Denn aus dem Programm Soziale Stadt und anderen Förderprogrammen werden nur jene Projekte gefördert, die sich aus dem IHEK ableiten lassen. Da sich die Probleme und Bedürfnisse im Kiez laufend ändern, wird das Konzept alle zwei Jahre überarbeitet.

Weil die Lage auf dem Wohnungsmarkt für Mieter*innen immer schwieriger wird, wird das Thema Wohnen noch stärker in den Mittelpunkt rücken. Einen neuen Akzent setzen die Senatsverwaltungen für Stadtentwicklung und Umwelt und die Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales, die bei Angeboten zur Gesundheitsvorsorge in den Soziale-Stadt-Quartieren die Krankenkassen mit ins Boot holen wollen. Beim Bildungsnetzwerk sollen die Eltern noch stärker miteinbezogen werden. Und letztlich muss sich das neue IHEK auch schon mit der sogenannten Verstetigung beschäftigen, also mit der Frage, wie der Flughafenkiez sich auf die Zeit vorbereitet, wenn das Quartiersmanagement in noch ungewisser Zukunft seine Arbeit einstellen wird.

„Wir werden das IHEK mit den Anwohner*innen und Akteur*innen ausführlich besprechen“, sagt Quartiersmanager Thomas Helfen. Auf der Internetseite www.qm-flughafenstrasse.de wird immer aktuell über Mitwirkungsmöglichkeiten informiert. Wer Anregungen und Ideen zur Zukunft des Quartiers hat, kann sich damit auch jederzeit ans Quartiersbüro in der Erlanger Straße 13 wenden. Spätestens im März 2017 wird dazu ein großes Stadtteiltreffen stattfinden. Bis Ende März will das Quartiersmanagement einen ersten Entwurf fertigstellen und ihn dann mit dem Quartiersrat und dem Bezirksamt abstimmen. Der Quartiersrat könnte das IHEK dann in seiner Mai-Sitzung verabschieden.