300 Weihnachtsmänner auf zwei Rädern

Foto: Jens Sethmann
Foto: Jens Sethmann

Die „Berlin Christmas Biketour“ machte am dritten Adventssonnabend mit rund 300 Motorradfahrer*innen beim Blueberry Inn in der Reuterstraße halt und erfüllte den Kindern einen langen Wunschzettel.

Normalerweise fährt der Weihnachtsmann allein mit einem Rentierschlitten. Am 10. Dezember war das in der Reuterstraße etwas anders: Eine riesige Kolonne von Motorradfahrer*innen, die sich alle als Weihnachtsmänner oder -engel verkleidet und ihre Maschinen mit allerlei Lichterketten, Tannenzweigen, Sternen und Rentiergeweihen geschmückt hatte, fuhr beim Blueberry Inn vor und brachte eine große Menge an Geschenken für den Kinder- und Jugendtreff. Über eine lange Kette von Weihnachtsmännern wurden die Pakete ins blaue Haus getragen, während auf der Ladefläche eines Sattelschleppers eine zwölfköpfige Blaskapelle für Stimmung sorgte.

Die Blueberry-Kids können sich nun über drei BMX-Räder, zwei Roller, zwei Skateboards, acht neue Fußbälle, zwei Minitore, einen Basketball, einen Volleyball und einen Eimer voller Tischtennisbälle freuen. Außerdem gab es eine neue Playstation mit diversen Spielen und einen neuen Bildschirm. Für die Ausstattung des Klubs brachten die Weihnachtsmänner eine Arbeitsplatte, Material und Werkzeug zum Bau von Regalen sowie einen Drucker.

Ermöglicht wurde dieser Geschenkesegen vom Verein „Santa Claus on Road“, der seit 19 Jahren Spenden für soziale Einrichtungen in Berlin sammelt. Jedes Jahr wählt er zwei bedürftige Einrichtungen aus und kommt zum dritten Advent mit einem Tross von motorradfahrenden Weihnachtsmännern und -engeln zur Bescherung.

Das Blueberry Inn hat sich in diesem Jahr beworben. In einer Vollversammlung schrieben die Kinder gemeinsam einen langen Wunschzettel. Nachdem der Verein „Santa Claus on Road“ das Blueberry besucht hatte, kam die Zusage. „Wir haben nicht damit gerechnet“, freut sich Blueberry-Leiter Jens Schielmann. Zur Feier des Tages stellte das Team vom Träger „Outreach“ eine Jahresabschluss-Party mit Musik, Grillen und Lagerfeuer auf die Beine.

„Es gibt nichts Wichtigeres als solche Orte für Jugendliche“, sagte der oberste Weihnachtsmann in einer kurzen Ansprache. „Weil ihr eine erfolgreiche Arbeit macht, wünschen wir euch, dass das Blueberry erhalten bleibt und erweitert werden kann.“