Evangelische Schule öffnete die Tore

Foto: Jens Sethmann
Foto: Jens Sethmann

Die Evangelische Schule Neukölln (ESN) feierte am 13. Januar den diesjährigen Tag der offenen Tür. Im Schulgebäude in der Mainzer Straße 47 zeigten die Schüler*innen der Mittelstufe zusammen mit ihren Lehrer*innen, wie und was sie lernen. Die Veranstaltung diente auch zur Information für Sechstklässler*innen und ihre Eltern, denn es läuft die Zeit zur Anmeldung für die Sekundarstufe im kommenden Schuljahr.

Die Evangelische Schule Neukölln präsentierte sich mit 14 Fächern, von Deutsch bis Mathematik, von Wirtschaft/ Arbeit/ Technik bis Kunst. Im Chemielabor führten Schüler*innen eindrucksvolle Explosionen vor, der Chor veranstaltete im Musikraum eine öffentliche Probe und im Treppenhaus gab es eine Ausstellung über Tabak aus dem Geografie-Unterricht zu sehen. Auf dem Flur vor dem Biologie-Raum konnte man versuchen, mit einer Brille, die einen Alkoholrausch simuliert, auf einer geraden Linie zu balancieren. Zudem gab es kleine Leckereien aus der Lehrküche. Auch der Förderverein der Schule war mit einem Infostand vor Ort und die Schulleitung beantwortete alle Fragen zu ihrer Lernanstalt.

„Vom ABC zum Abi“ lautet ein Motto der ESN. Die Grundschulklassen und die Integrierte Sekundarstufe, also die Klassen 7 bis 10, werden in der Mainzer Straße unterrichtet, während die Oberstufe in einem Gebäude in der Schillerpromenade untergebracht ist. Die Grundschule hat zwei Züge, die Sekundarstufe hingegen ist vierzügig. Das heißt, zur siebten Klasse können jedes Jahr noch rund 60 Schüler*innen zusätzlich aufgenommen werden. „Wir haben immer mehr Bewerbungen als Plätze“, sagt die stellvertretende Schulleiterin Katrin Stöhr. Es ist aber auch nicht aussichtslos, sich zu bewerben. Auf die 60 Plätze kommen meist rund 90 Anfragen. Bei der Auswahl der Schüler*innen geht es der ESN darum, wer zur Schule passt, und nicht darum, wer die besten Noten hat. „Wir sind keine abgehobene Eliteschule“, versichert Katrin Stöhr.

Der größte Unterschied zu den staatlichen Schulen ist das Schulgeld, das an der Privatschule gezahlt werden muss. „Das ist einkommensabhängig“, erklärt Christiane Peters, Mittelstufenkoordinatorin der ESN. Wer wenig verdient, zahlt also auch wenig Schulgeld. Und: Anders als an den Regelschulen ist Religion ein vollwertiges Pflichtfach. Gottesdienste und Andachten gehören ebenfalls zum Schulalltag. „Man muss aber nicht getauft sein“, sagt Katrin Stöhr.

Die ESN ist eine Halbtagsschule. In der Mittelstufe sind 23 Kinder in einer Klasse. Sie werden jeweils von zwei Lehrer*innen betreut. „87 Prozent unserer Schüler erreichen den Mittleren Schulabschluss“, berichtet die stellvertretende Schulleiterin. „Wir hatten letztes Jahr keinen Schüler, der uns ohne Schulabschluss verlassen hat.“ Das Abitur wird an der ESN nach 13 Schuljahren abgelegt. Die durchschnittliche Abiturnote lag hier im letzten Jahr bei 2,52.

Die Anmeldefrist für die siebte Klasse läuft bis zum 27. Januar, für die elfte Klasse bis zum 24. Februar.

 

 

Evangelische Schule Neukölln

Mainzer Straße 47

12053 Berlin

Tel. (030) 624 20 27

E-Mail bueroevangelische-schule-neukoelln.de

www.evangelische-schule-neukoelln.de