Ideenaustausch beim Neujahrsempfang des Quartiersrates

Foto: Jens Sethmann
Foto: Carina Diesenreiter
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Am 24. Januar luden das Quartiersmanagement und der Quartiersrat des Flughafenkiezes zu einem Neujahrsempfang ein. In lockerer Gesprächsatmosphäre kamen zahlreiche gute Ideen zusammen, die im Jahr 2017 angegangen werden könnten.

Der Quartiersrat traf sich dieses Mal in den Räumen der Zeitraum gGmbH, die im zweiten Hinterhof der Karl-Marx-Straße 58 eine Tagesstätte für Menschen mit psychischen Erkrankungen betreibt. „Unsere Klienten kommen jeden Tag hierher, um ihre Zeit sinnvoll zu verbringen“, erklärt die Leiterin Isolde Schulz. Sie arbeiten zum Beispiel in der Küche oder pflegen die Gärten mehrerer Häuser in der Nachbarschaft. Auch den Käpt'n-Blaubär-Spielplatz reinigen sie einmal in der Woche.

Zu Beginn des Treffens stellte Quartiersmanager Thomas Helfen das Integrierte Handlungs- und Entwicklungskonzept (IHEK) vor, dessen Fortschreibung und Aktualisierung im ersten Halbjahr 2017 anstehen. Das IHEK ist der Fahrplan des Flughafenkiezes für die nächsten Jahre. Nach ihm wird entschieden, was aus dem Programm „Soziale Stadt“ gefördert wird. Dieser Fahrplan muss regelmäßig aktualisiert werden, denn auch der Stadtteil ändert sich im Laufe der Jahre. So wohnen mittlerweile rund 9.400 Menschen im Flughafenkiez – 1.200 mehr als noch vor zehn Jahren. Daher werden beispielsweise Straßen, Plätze und Grünanlagen stärker beansprucht, Schulen und Kitas dürften bald weitere Räume benötigen. Bei der Fortschreibung des IHEKs ist große Sorgfalt geboten, denn: „Was da nicht drinsteht, kann später auch nicht gefördert werden“, so Thomas Helfen. Die Anregungen aus dem Quartiersrat sind dabei besonders wichtig – schließlich sind die Mitglieder des Bewohner*innengremiums Expert*innen für ihren Kiez.

Beim gemütlichen Teil des Treffens kamen bei Suppe, Gözleme, Obst- und Gemüsesnacks, Saft und Wasser im lockeren Meinungsaustausch noch allerhand Punkte zusammen, die ins Kiez-Konzept geschrieben werden sollten. Vor allem zum Thema Verkehr gab es viele Verbesserungsvorschläge: Fahrradspuren auf der Karl-Marx-, Hermann- und Flughafenstraße, mehr Fahrradabstellplätze, die Einführung einer Parkraumbewirtschaftung und mehr Tempokontrollen. Gewünscht werden auch eine regelmäßige Sperrmüllabfuhr und ein Treffpunkt für Frauen. Das Albert-Schweitzer-Gymnasium macht sich für einen Erweiterungsbau auf den angrenzenden Friedhofsflächen oder zumindest für einen Dachgeschossausbau stark, um sein Bildungsangebot zu verbessern.

„Wir werden uns noch in den nächsten Quartiersratssitzungen mit dem IHEK beschäftigen“, sagt Quartiersmanagerin Aysel Şafak. In der Mai-Sitzung wird der Rat darüber abstimmen, was für den Stadtteil am wichtigsten ist. Ende Mai soll das Konzept fertig sein.


Hier können Sie die Leitet Herunterladen der Datei einPräsentation zum Integrierten Handlungs- und Entwicklungskonzept downloaden.