Winterspielplatz: Gold wert und trotzdem kostenlos

Foto: Birgit Leiß
Foto: Birgit Leiß

Seit fünf Jahren gibt es den Winterspielplatz in der Hermann-Boddin-Grundschule nun schon. Noch bis Anfang April können sich die Kleinen jeden Samstagvormittag in der Alten Turnhalle mit Wippen, Rutschen, Bällen, Hula-Hoop-Reifen und jeder Menge anderer Spiel- und Turngeräte vergnügen, während ihre Mütter oder Väter vom Rande aus zusehen, mit Anschubsen behilflich sind oder sich auch mal selber auf das Pedalo stellen.

Das Angebot sei „Gold wert“ meint eine Mutter, die regelmäßig herkommt: „In der Wohnung drehen die Kinder doch durch.“ Betreuer Joachim Stephan berichtet, dass die Nachfrage mittlerweile „bombastisch“ sei. „Am Anfang waren vielleicht 15 Leute da, jetzt sind es schon mal 70 gleichzeitig und die Umkleide reicht nicht aus.“ Im Laufe des Vormittags zählt er mitunter 200 Besucher*innen. Fast alle kommen aus der unmittelbaren Umgebung. So auch der Vater von zwei Töchtern, der den Indoor-Spielplatz noch aus der Anfangszeit kennt. Seine jetzt sechsjährige Tochter war damals erst ein Jahr alt. „Vor allem in der kälteren Jahreszeit ist das eine großartige Möglichkeit, dass sich die Kinder bewegen können“, findet er. Inzwischen ist es ihm manchmal schon zu voll: „Dann wird es zu laut und unübersichtlich, heute ist es gerade noch okay“, meint er. Dabei ist an diesem verregneten Februartag eher wenig los, wie Joachim Stephan erklärt. „In diesem Jahr hatten wir das erste Mal auch in den Winterferien geöffnet, da ist die Halle aus allen Nähten geplatzt“, erzählt er. Ein zweiter Termin wäre daher wünschenswert, vielleicht auch eine größere Halle und mehr Spielgeräte.

„Es wäre gut, wenn die Turnhalle auch im Frühjahr und Herbst bei schlechtem Wetter geöffnet sein könnte“, findet die Mutter eines zweijährigen Jungen. Sie schätzt den Winterspielplatz  auch als Treffpunkt, wo sie andere Eltern kennenlernen kann. Dass er nicht wie andere – kostenpflichtige – Winterspielplätze angeleitet ist, stört sie nicht: „Das muss gar nicht sein, es reicht, wenn sich die Kinder gefahrlos austoben und mit anderen Kindern spielen können, meinem Sohn macht das jedenfalls Riesenspaß“ Joachim Stephan sorgt lediglich dafür, dass alles friedlich zugeht. Die Kinder müssen in jedem Fall von einem Elternteil begleitet werden.

In den ersten Jahren hatte das Quartiersmanagement Flughafenstraße über das Programm Soziale Stadt die Anschubfinanzierung geleistet. Inzwischen werden die Honorarmittel von der Hermann-Boddin-Schule gestellt.

Voraussichtlich ab Anfang April wird dann wieder das Spielmobil jeden Dienstag von 15 bis 18 Uhr auf dem Boddinspielplatz Halt machen. Mit im Gepäck: Spiele und Sportgeräte für Kinder unterschiedlicher Altersgruppen.

 

samstags 9 bis 14 Uhr
für Kinder von 1 bis 8 Jahren

Das Angebot ist kostenlos
eine Anmeldung ist nicht erforderlich

Hermann-Boddin-Schule (Alte Turnhalle)
Boddinstraße 55