Was sollte am dringendsten umgesetzt werden?

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Der Quartiersrat hat beschlossen, was in den nächsten Jahren vorrangig getan werden muss. Diese Prioritätenliste mit Maßnahmen zu unterschiedlichen Themenbereichen ist ein wichtiger Teil des Integrierten Handlungs- und Entwicklungskonzepts (IHEK) für den Flughafenkiez.

Das Öffnet internen Link im aktuellen FensterIHEK ist der Fahrplan des Flughafenkiezes für die nächsten zwei Jahre. Weil sich der Stadtteil ständig wandelt, muss das Quartiersmanagement auch das Kiezkonzept regelmäßig anpassen. Seit Beginn des Jahres arbeiten die Quartiersmanager*innen an einer Neufassung des IHEKs. Ganz wichtig ist dabei die Sicht der Kiezbewohner*innen. Sie wissen aus ihrem Alltag schließlich am besten, wo der Schuh drückt und welche Probleme als erstes angepackt werden sollten. Das Quartiersmanagement hat deshalb am Rande des Öffnet internen Link im aktuellen FensterTrödelmarktes, bei verschiedenen Stadtteilfesten, beim Öffnet internen Link im aktuellen FensterFrauenfrühstück sowie bei anderen Gelegenheiten die Menschen gefragt, wo sie den größten Handlungsbedarf sehen. Auch online unter Öffnet internen Link im aktuellen Fenstermein.berlin.de gibt es noch bis 31. Mai die Möglichkeit, sich an der Prioritätenreihung der Maßnahmen im Handlungsfeld „Nachbarschaftliches Zusammenleben, Wohnumfeld, Öffentlicher Raum“ zu beteiligen.

Natürlich wurde auch der Quartiersrat fortlaufend in den Erstellungsprozess des IHEKs einbezogen. Am 16. Mai stand die Festlegung, welche Projekte in den nächsten zwei Jahren Vorrang haben sollen, auf der Tagesordnung. Dazu wurden die vielen Projektideen in drei Bereiche eingeteilt.

Einvernehmlich Schwerpunkte gesetzt

Im Bereich der baulichen Investitionen im Handlungsfeld „Bildung, Ausbildung und Jugend“ bekam das Neubauvorhaben des Kinder- und Elterntreffs Blueberry Inn die höchste Zustimmung. Die beliebte Einrichtung soll durch einen Neubau mit 400 Quadratmetern Nutzfläche ergänzt werden. Hier sollen auch Angebote für Eltern und Kurse der Volkshochschule Platz finden. Zudem wird das vorhandene Gebäude ebenso instandgesetzt wie der benachbarte Käpt'n-Blaubär-Spielplatz. Viele Stimmen erhielten auch das Vorhaben, die alte Turnhalle der Hermann-Boddin-Schule zu einem Mehrzweck-Bildungsort umzubauen, und die Idee, den noch als Aktenlager dienenden Bunker am Boddinspielplatz für die Kinder-, Jugend- und Elternarbeit nutzbar zu machen.

Unter den sozial-integrativen Maßnahmen im Handlungsfeld Bildung, Ausbildung und Jugend war den Quartiersräten der Aufbau eines Netzwerks gegen Jugendgruppengewalt am wichtigsten. Sowohl mit offener als auch mit aufsuchender Jugendarbeit sollen die Gewalt- und Vandalismus-Auswüchse, die seit einiger Zeit vor allem am Boddinplatz, auf dem Käpt'n-Blaubär-Spielplatz und an der Kindl-Treppe für Ärger sorgen, eingedämmt werden. Weiterhin bekamen in diesem Bereich das Lernzentrum der Helene-Nathan-Bibliothek, ein Bildungsfest, die Förderung der Umweltbildung und die Nutzbarmachung des Parkdecks der Neukölln Arcaden für zeitweilige Jugendangebote am meisten Zustimmung.

Im Bereich „Nachbarschaft, Wohnumfeld und öffentlicher Raum“ hat sich schon bei der Befragung der Bürger*innen in den vergangenen Wochen ein recht eindeutiges Meinungsbild ergeben: Sauberkeitsaktionen, der Anwohner*innen-Trödelmarkt auf dem Boddinplatz und die Lärmminderung an vielbefahrenen Straßen stehen ganz oben auf der Agenda. Unter den weiteren Vorschlägen, über die der Quartiersrat abstimmte, fand der Umbau der Biebricher Straße zur Spielstraße mit knappem Vorsprung den meisten Zuspruch.

Nicht alles ist in zwei Jahren finanzierbar

„Es sind einige Maßnahmen dabei, die wir nicht nur mit Soziale Stadt Mitteln realisieren können“, erklärt Quartiersmanager Thomas Helfen. „Diese stehen aber trotzdem im Konzept, weil sie für die Menschen wichtig sind.“ Besonders bei den größeren Bauvorhaben kann über das Quartiersmanagement immer nur ein Teil der Kosten bestritten werden.

Das Quartiersmanagement stellt nun mit den festgelegten Prioritäten das IHEK fertig. Bis Ende Juni muss das Konzept bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen vorliegen, die es dann endgültig beschließen muss.