Unermüdlich für den Sasarsteig

Foto: Elternvertretung ESN
Foto: Elternvertretung ESN
Foto: Elternvertretung ESN

Eltern und Schüler*innen der Evangelischen Schule Neukölln setzen sich beharrlich für einen grünen und sauberen Sasarsteig ein. Selbstgemalte Plakate erinnern Hundehalter*innen daran, die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner selbst wegzuräumen.

Zwei große Müllsäcke voller Unrat haben die Grundschulkinder der Evangelischen Schule Neukölln (ESN) im Mai aus den Gebüschen gezogen. „Von Zigarettenschachteln über Glasflaschen bis hin zu einem TV-Bildschirm wurde alles eingesammelt“, berichtet Elternvertreterin Stefanie Fiebig. Besonders ärgerlich war der viele Hundekot, der mit Zangen aufgehoben wurde. Während der Sauberkeitsaktion zeigten sich die Hundehalter*innen alle sehr einsichtig. Sie nahmen die Hunde an die Leine und sammelten den Kot selbstständig ein. Das ist leider nicht immer so.

Pflanzen gegen Müll und Dreck

Die Vermüllung und Verdreckung des Sasarsteigs sind ein altes Problem. Die benachbarte ESN leidet ganz direkt darunter, wenn der Gestank des Hundekots über den Spielpatz zieht und der Urin durch den Zaun sickert. Deshalb haben sich die Elternvertreter*innen vor einigen Jahren zusammengetan und am Zaun zum Schulgelände selbst gezogene Sonnenblumen, Stockrosen und Kapuzinerkresse gepflanzt. Eltern und Kinder übernehmen seither regelmäßig das Gießen der Blumen, damit sich der Sasarsteig in den Sommermonaten in bunter Pracht zeigen kann.

Plakate mahnen Sauberkeit an

Um auf die Aktion aufmerksam zu machen, haben die Kinder im Mai am Zaun der ESN selbstgestaltete Plakate aufgehängt. Die Botschaft: Man möge Müll und Hundekot bitte eigenständig entsorgen. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit.

Keine zwei Wochen nach der Aktion zeigte sich jedoch beim Gießen wieder ein ganz anderes Bild: Auf dem Grünstreifen lagen wieder genauso viel Abfall und Hundekot wie zuvor. „Schade, dass unsere Bemühungen so schnell zu Nichte gemacht werden“, bedauert Stefanie Fiebig. „Letztendlich wollen wir doch alle in einer angenehmen Umgebung leben – das geht jedoch nur, wenn alle ein wenig mithelfen.“ So hoffen die Schüler*innen und Eltern der Evangelischen Schule Neukölln, mit ihrer Aktion mehr Bewusstsein dafür zu schaffen, stets den eigenen Müll wegzuräumen. Denn nur wenn alle Bewohner*innen des Stadtteils zusammen an einem Strang ziehen, bleibt der Flughafenkiez sauber und lebenswert.