Kieztrödelmarkt am Boddinplatz

Foto: Birgit Leiß
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Shoppen, bummeln, Nachbar*innen treffen 

Am 17. September hieß es rund um den Boddinplatz wieder Bühne frei für all die Anwohner*innen, Vereine und Initiativen, die ihre Schränke leergeräumt, Kuchen gebacken oder Neuköllner Honig mitgebracht hatten. Der Kieztrödelmarkt fand an diesem Sonntag bereits zum sechsten Mal statt und wie immer waren das Wetter schön und das Angebot an Klamotten, Büchern,  Spielen, Hausrat und allerlei Raritäten riesengroß.  „Wer braucht einen Zinnteller?“ rief ein Händler.  Eine Anwohnerin aus der Neckarstraße, die zum ersten Mal mitmachte, wollte vor allem Kinderkleidung loswerden. Mit dem Verkauf war sie zufrieden. „Aber in erster Linie geht es ja um den Spaß“, meinte sie. Das sahen die meisten anderen Händler*innen ebenso. Kommerzielle Anbieter*innen  waren nicht zugelassen und so war die Atmosphäre sehr familiär. Viele kannten sich, man hielt ein Schwätzchen, während die Kinder auf dem Spielplatz und auf der Wiese tobten. Etwa 800 bis 1.000 Besucher*innen schlenderten vorbei an den 55 Ständen – 5 mehr als beim letzten Mal. Bereits um 14 Uhr war an einem Stand der Waffelteig ausgegangen. „Alle hatten gesagt, dass es Regen gibt“, meinte die Waffelbäckerin entschuldigend und schickte ihren Mann los, um Nachschub zu holen. Am Stand der Evangelischen Schule Neukölln konnte man Honig kaufen, den fleißige Bienen auf Balkonen und Bäumen rund um die Flughafenstraße gesammelt hatten. Auch das Quartiersmanagement Flughafenstraße war mit einem Stand vertreten. Hier konnte man bei einem Quiz sein Wissen über Neukölln und insbesondere über den Stadtteil testen.

Am Tag vorher wurde aufgeräumt  

Damit der Platz und die umliegenden Straßen schön sauber und ordentlich aussehen, hatte am Tag vorher eine Aufräumaktion stattgefunden. „Etwa 30 Leute haben sich beteiligt und so waren wir in nur 19 Minuten fertig“, berichtet Dr. Christian Hoffmann von Umweltconsulting Dr. Hoffmann, der den Trödelmarkt im Auftrag des Quartiersmanagements Flughafenstraße organisiert. Als kleines Bonbon durften alle freiwilligen Helfer*innen ihre Wünsche bezüglich eines Standorts für ihren Stand anmelden. „Es war wie immer ein sehr schöner, bunter Markt“, meint Dr. Hoffmann. Mit dem Ablauf ist er ebenfalls zufrieden - auch wenn es diesmal recht chaotisch begonnen hatte. Um 10 Uhr, als die Stände eigentlich aufgebaut werden sollten, war niemand da. Ein Missverständnis, das sich dann aber schnell klärte. Am Ende waren sämtliche 55 Stände besetzt – ein erfreuliches Novum, denn bisher hatte es immer den ein oder anderen gegeben, der nicht aufgekreuzt ist. Im Anbetracht der großen Nachfrage für einen Stand mehr als ärgerlich. Eine Premiere war in diesem Jahr die musikalische Begleitung. Eine Anwohnerin hatte spontan ein paar Straßenmusiker eingeladen. Insgesamt kamen dieses Mal 550 Euro an Standgebühren zusammen. Sie sollen an Fixpunkt e.V. gespendet werden.

Der nächste Kieztrödelmarkt findet voraussichtlich am 6. Mai 2018 statt.