Albert-Schweitzer-Gymnasium weiht Annexgebäude ein

Foto: Jens Sethmann
Foto: Jens Sethmann
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Am 17. Januar hat das Albert-Schweitzer-Gymnasium im Rahmen eines Tages der offenen Tür sein umgebautes Nebengebäude feierlich eröffnet. Mit der Fertigstellung des sogenannten Annexgebäudes ist die Schule nun seit langer Zeit erstmals baustellenfrei.

Von August 2016 bis Dezember 2017 wurde im „Annex“ gebaut. „Ich bin sehr froh, dass wir das Annexgebäude jetzt in den aktiven Unterrichtsbetrieb übernehmen können“, sagt Schulleiterin Karin Kullick bei der feierlichen Eröffnung. Kernstück des Umbaus sind die vier neuen Lerninseln: Auf den Korridoren wurde den Schüler*innen mit Bänken und Tischen die Möglichkeit gegeben, sich für die Gruppenarbeit zurückzuziehen oder sich in Freistunden hier aufzuhalten. An den Wänden werden auch Schüler*innenarbeiten präsentiert.

Gut angelegtes Geld

Was sich so einfach anhört, war mit aufwändigen Baumaßnahmen verbunden: Auf den Fluren und in den Treppenhäusern wurden Schallschutzplatten angebracht, eine neue Beleuchtung installiert und zusätzliche Brandschutzvorkehrungen getroffen. Gleichzeitig wurden alle angrenzenden Unterrichtsräume renoviert. Das kostete insgesamt fast 1,23 Millionen Euro. Davon kamen 500.000 Euro aus dem Baufonds des Programms Soziale Stadt.

„Ja, das kostet alles viel Geld“, sagt Bezirksbürgermeisterin Dr. Franziska Giffey, „doch kein einziger Cent davon ist verschwendet.“ Der Bezirk Neukölln investiert seit fast 20 Jahren schwerpunktmäßig in Bildung. „Wir müssen den Schülerinnen und Schülern, die zu Hause nicht die besten Voraussetzungen haben, die besten Bedingungen in der Schule geben“, erklärt Franziska Giffey. Mittlerweile zählt das Albert-Schweitzer-Gymnasium zu Berlins gefragtesten Gymnasien. „Das ist schon eine tolle, moderne Schule“, so die Bürgermeisterin, „und da sind wir auch stolz drauf.“

Funktioniert und sieht gut aus

Senatsbaudirektorin Regula Lüscher erinnerte an den Aufstieg des Albert-Schweitzer-Gymnasiums von einer Problemschule, die kurz vor der Schließung stand, zum Vorzeigemodell mit Ganztagsbetrieb. „Es ist beeindruckend, was man erreichen kann, wenn alle an einem Strang ziehen“, so Regula Lüscher. Von den Lerninseln ist sie begeistert: „Was mich als Architektin besonders freut, ist, dass es nicht nur funktioniert, sondern auch gut aussieht.“

Für Neuköllns Baustadtrat Jochen Biedermann ist die kluge Nutzung der bisherigen Flure auch ein Symbol für die wachsende, enger werdende Stadt: „Es ist wichtig, zu gucken, wie wir die vorhandenen Räume intelligent nutzen können. Ich finde, das ist hier hervorragend gelungen.“

Am Albert-Schweitzer-Gymnasium ist nun ein ganz ungewohnter Zustand eingetreten: Es gibt keine Baustelle im Haus. Weder die Schulleiterin Karin Kullick noch ihr Vorgänger Georg Krapp, der auch zum Festakt gekommen ist, können sich an Zeiten erinnern, wo nicht irgendwo etwas gebaut wurde.