Parkraumbewirtschaftung ab Februar 2024

Im Flughafenkiez kostet das Parken am Straßenrand ab dem 1. Februar 2024 Geld. Anwohnende können jetzt schon einen Parkausweis beantragen.

Quelle: Bezirksamt Neukölln

Quelle: Bezirksamt Neukölln

Quelle: Bezirksamt Neukölln

Als letzter Innenstadtbezirk führt Neukölln ab Februar 2024 die Parkraumbewirtschaftung ein. Zunächst wird in zwei Stadtteilen das Abstellen von Autos kostenpflichtig: Der Flughafenkiez bildet zusammen mit dem Donaukiez die Parkzone 100, der Reuterkiez ist die Parkzone 105. Voraussichtlich ab Mai 2024 kommt noch der Weserkiez als Parkzone 106 hinzu.

Parkausweise ab sofort erhältlich

Anwohnende können beim Bürgeramt für 20,40 Euro einen Parkausweis beantragen und dürfen dann zwei Jahre lang ihr Auto kostenlos in ihrer Zone parken. Das Antragsformular ist online abrufbar (Antragsformular zum Ausdruck: hier). Über die E-Mail-Adresse buergeramt@bezirksamt-neukoelln.de können Anwohnende auch direkt einen kurzfristigen Termin beim Bürgeramt in der Blaschkoallee bekommen, wo sie die notwendigen Unterlagen abgeben und ihrer Parkausweis gleich mitnehmen können. Auch Gewerbetreibende, Handwerksfirmen oder pflegende Angehörige können auf Antrag einen Parkausweis erhalten.

Alle anderen müssen montags bis freitags zwischen 9 und 20 Uhr an den Parkschein-Automaten oder per Smartphone-App 75 Cent pro Viertelstunde beziehungsweise drei Euro pro Stunde zahlen.

Parkraum für Anwohnende

Ziel ist es, Langzeitparker und Pendler von Außerhalb aus den Wohngebieten fernzuhalten und somit auch die Parkplatzsituation zu entspannen. Die Machbarkeitsstudie zur Einführung der Parkraumbewirtschaftung hat ergeben, dass es in der Parkzone 100 insgesamt 1858 öffentliche Stellplätze gibt und hier 1991 private Pkw angemeldet sind. Der Anwohnerparkausweis garantiert keinen Stellplatz. Aber wenn Gebietsfremde durch die Parkgebühr abgeschreckt werden, ist es für die hier Wohnenden erheblich leichter, einen Parkplatz in Wohnungsnähe zu finden. Das zeigen auch die Erfahrungen aus den Bezirken, die ihren Parkraum schon länger bewirtschaften.

Wer ohne Parkschein parkt, muss mit einem Bußgeld rechnen. Die Parkzonen werden von Angestellten des Ordnungsamts kontrolliert. Dabei bekommen dann auch Fahrzeuge, die auf Fußgängerüberwegen oder im Kreuzungsbereich stehen, ein teures „Ticket“ an den Scheibenwischer gesteckt.

Mehr Parkdruck in der Boddinstraße?

Die Parkzone 100 ist begrenzt von Lucy-Lameck-Straße, Hermannplatz, Sonnenallee, Erkstraße und Flughafenstraße. Der Bereich südlich der Flughafenstraße gehört also nicht dazu. Somit besteht die Gefahr, dass auswärtige Autofahrer, die Parkgebühren sparen wollen, in der Boddin-, Isar- und Neckarstraße einen noch höheren Parkdruck erzeugen.

Der Bezirksverwaltung ist das bewusst: „Das Problem einer Verdrängung besteht grundsätzlich immer, wo eine Parkzone vorgesehen ist“, sagt Bezirksamtssprecher Christian Berg. Es ist aber vorgesehen, jenen Bereich in die künftige Parkzone 101 einzubeziehen. Diese Zone wird den gesamten Rollbergkiez umfassen. Die Grenzziehung beruht auf der Machbarkeitsstudie, die möglichst gleich große Zonen anstrebt. Die Aufstellung der Rollberg-Parkzone ist laut Bezirksamt noch abhängig von der finanziellen Realisierbarkeit, sie soll jedoch „so schnell wie möglich eingerichtet werden“, versichert Christian Berg.

Alle Informationen zur Parkraumbewirtschaftung auf der Homepage des Bezirksamts: www.berlin.de/ba-neukoelln/parken

Für Anwohnende, Gewerbetreibende und sonstige Interessierte aus der Parkzone 100 findet am 18. Dezember 2023 um 18 Uhr eine Informationsveranstaltung in der Karlsgartenstraße 6 statt.

Download: Informationsflyer des Bezirksamts