Blechmusik auf den Straßen Neuköllns
Mit ihren schrillen Kostümen in Pink und Glitzer fielen die Tinnitussis, ein fast 20-köpfiges Orchester, sofort auf. Und so gesellten sich am 23. Mai neben Gästen aus dem Café Sandmann auch Vorübergehende spontan dazu. Am Platz Unter der Linde an der Reuter/Ecke Erlanger Straße wurde an diesem schönen Sommerabend Musik irgendwo zwischen Balkan-Brass und Party-Pop gespielt. „Ein solches Konzert habt ihr noch nicht gesehen und es wird noch besser!“, feuerte einer aus dem Ensemble die Zuhörenden an. Mit Trompeten, Saxophon, Klarinetten und anderen Musikinstrumenten spielte sich die Hamburger Band die Seele aus dem Leib. Zu dem Song „Take on me“ von der Band a-ha wurde dann mitgesungen und einige tanzen auch. Der Funke war übergesprungen.
Ein Wochenende mit Fanfare Gertrude & friends
Mit dem Festival – es gab noch weitere Open-Air-Konzerte an anderen Orten – feierte die Berliner Band Fanfare Gertrude ihren 10. Geburtstag. Und weil man sich zum Geburtstag natürlich Freunde einlädt, spielten neben den Tinnitussis aus Hamburg noch weitere deutsche und französische Bands. Fanfare Gertrude war am Nachmittag des Pfingstsamstag auf dem Boddinplatz aufgetreten. Mehr als Hundert Musiker:innen waren an diesem Wochenende zusammengekommen und hatten genauso Spaß wie ihr Publikum. Finn Schufft, der in der Fanfare Gertrude spielt und im Flughafenkiez wohnt, hatte die Idee zu den beiden Konzerten an öffentlichen Orten im Quartier. „Der Boddinplatz und der Platz Unter der Linde hatten sich da natürlich angeboten“, erklärt er. Die Stadt sollte zur Bühne werden.
Brassmusik kommt aus Frankreich
Brass - das Wort bedeutet Messing- hat vor allem in Frankreich und in den Benelux-Ländern eine lange Tradition. Hierzulande ist es weniger bekannt. „Immer mehr Menschen aus Frankreich oder Belgien ziehen nach Berlin und wollen Brassmusik machen“, erzählt Finn Schufft. Die meisten Fanfaren – so nennt man die Orchesterformationen – sind sehr international besetzt. „Es war ein tolles Festival“, sagt Finn Schufft: „Drei Tage voller Musik, Begegnungen und unvergesslicher Momente.“
Das Festival wurde aus dem Aktionsfonds vom Quartiersmanagement Flughafenstraße gefördert





