Finanzspritze für zwölf Kiezideen

Foto: Birgit Leiß
Foto: Birgit Leiß

Halbzeitbilanz des Aktionsfonds 2018: Von 10 000 Euro sind bis Ende Juni schon 5700 Euro vergeben worden. Zwölf Mikroprojekte konnten so auf den Weg gebracht werden.

Für gute Ideen, die der Nachbarschaft zugutekommen, stehen im Flughafenkiez jährlich 10 000 Euro zur Verfügung. Eine aus Anwohner*innen gebildete Jury entscheidet schnell und unkompliziert, damit die engagierten Kiezbewohner*innen ohne lange Wartezeit loslegen können. Jedes einzelne Projekt kann bis zu 1500 Euro erhalten.

Kitas haben die Nase vorn

Die Kindertagesstätten haben eifrig Anträge geschrieben. Vier Kitas haben Zuschüsse aus dem Aktionsfonds bekommen. Die größte Finanzspritze erhielt der Elterninitiativ-Kinderladen Hobi in der Mainzer Straße 5: Das Spielzimmer bekam neue Bodenfliesen. Die Tagespflegestelle 7 Zwerge in der Mainzer Straße 12 konnte mit einem Zuschuss aus dem Fonds neues Spielzeug für ihr Projekt „Wie wir wohnen – unsere Stadt, unser Kiez“ kaufen.

Damit die Kinder der Kindertagesstätte Wissmannstraße ihren Garten wieder richtig nutzen können, wurden mit Hilfe des Aktionsfonds Sitzbänke und Gartenspielzeug angeschafft. Die Kita Früchte der Kulturen in der Mainzer Straße 17 will sowohl den verwaisten Kräutergarten des Blueberry Inn wiederbeleben als auch zwei Baumscheiben in der Mainzer und Biebricher Straße neu bepflanzen und bekommt dafür einen Zuschuss aus dem Fonds.

Begrünung und Kennenlernabende

Auch zwei Baumscheiben in der Erlanger Straße werden wieder begrünt. Eine Anwohnerin erhielt dafür eine kleine finanzielle Beihilfe. Gegenüber, an der Ecke Reuterstraße, möchte eine Gruppe von Nachbar*innen das Hochbeet auf dem Platz unter der Linde neu bepflanzen und bekommt einen Zuschuss zum Kauf von Pflanzen.

Eine Unterstützung für Eltern-Kennenlernabende erhielt der Förderverein des Albert-Schweitzer-Gymnasiums. Um die Eltern der neuen Siebtklässler*innen für die Mitarbeit zu gewinnen, lädt der Verein sie zu einem Kennenlernabend ein. Mit Hilfe des Aktionsfonds kann der Förderverein dafür einen Samowar und Teegläser anschaffen.

Mit Schüler*innen des Albert-Schweitzer-Gymnasiums und Kindern aus der Kita Lach und Krach führt die Kleine Humboldt Galerie, eine Einrichtung der Humboldt-Universität, Workshops durch, bei denen Kataloge und kleine Bücher hergestellt werden. Die Sachkosten werden zum Teil aus dem Aktionsfonds bestritten.

Workshops und Kultur

Für das Familienfest anlässlich des Zuckerfestes im Blueberry Inn haben zwei Mütter einen Workshop zum Nähen von Kostümen organisiert. Für Stoffe und Nähmaterial gab es einen Zuschuss. Für eine Performance über weibliche Wasserfiguren namens „Stimmenmeer“ möchte das Musiktheaterkollektiv Kilofon ein riesiges Kleid nähen, für das die Aktionsfondsjury einen Beitrag bewilligt hat.

Zum Festival „Offenes Neukölln“ bekam eine Bewohnerin für die Mitmachaktion „Saustall Neukölln“ im Klunkerkranich einen Sachkostenzuschuss. Im Rahmen dieser Mitmachaktion waren generationsübergreifende Themen wie Altersarmut und soziale Ungerechtigkeit ein zentrales Thema. Ebenfalls auf dem Klunkerkranich-Dachgarten findet demnächst das „Rixpop“-Musikfestival statt. Um dieses Event im Flughafenkiez zu bewerben, wird der Druck von Flyern und Plakaten gefördert.

Schnell Anträge stellen

In diesem Jahr sind noch 4300 Euro aus dem Aktionsfonds zu vergeben. Über die nächsten Anträge wird Ende August entschieden. Wer für seine Kiezidee eine kleine Geldspritze haben möchte, sollte seinen Antrag bis zum 27. August beim Quartiersbüro stellen.