Kultur- und Nachbarschaftsfestival Herdelezi 2017

Foto: Birgit Leiß
Foto: Birgit Leiß
Foto: Birgit Leiß

 „Dieses Fest bringt Menschen zusammen“, sagte Neuköllns Bürgermeisterin Dr. Franziska Giffey zur Eröffnung. In der Tat bewies die nunmehr neunte Ausgabe des Roma Kultur- und Nachbarschafsfestes Herdelezi, wie wichtig die persönliche Begegnung ist. Gut gelaunte Menschen bevölkerten an diesem 13. Mai die Boddinstraße, tanzten zur Musik oder informierten sich an einem der rund 30 Stände. Dass das Bühnenprogramm diesmal etwas schmaler ausfiel und die Musik teilweise vom Band kam, störte niemand. Schon einjährige Knirpse bewegten sich ausgelassen zur Musik und selbst auf dem ein oder anderen Balkon wurde mitgewippt.

Neben Info-Ständen des Kurdischen Kinder- und Jugendvereins, des Arbeitskreises Neue Erziehung, der Mietergemeinschaft und vieler anderer Initiativen aus dem Kiez präsentierte sich die Roma Community in ihrer ganzen Vielfalt. Der Verein Amaro Foro, der das Fest organisiert, informierte gleich an mehreren Ständen über seine Aktivitäten. Erstmals mit dabei war die feministische Frauengruppe Romnja Power. Die Frauen aus dem Neuköllner Gemeinschaftsgarten „Brot und Salz“ verkauften selbstgemachte Marmelade und eine Galerie präsentierte Werke von Roma-Künstler*innen. Kulinarisch war ebenfalls für reichlich Abwechslung gesorgt. Unter anderem buhlten Bananenbrot aus Mosambik, bosnische Teigkrapfen und gegrillte Ćevapčići um die Gunst der Besucher*innen. Für die Kinder gab es jede Menge Action. Besonders umringt war der Stand der Stadtteilmütter, wo sich die Jungen und Mädchen schminken lassen konnten. Ebenfalls beliebt: die Button-Maschine des KultourMobils.

„Herdelezi", der St. Georgstag, wird von muslimischen und christlich-orthodoxen Roma gefeiert, wobei die beiden Religionen unterschiedliche Geschichten damit verbinden.

Das Fest wurde über den Projektefonds des Quartiersmanagements Flughafenstraße unterstützt.